16. Februar 2008
Liebe Freunde,
nur zehn Tage Zeit hatte die Crew vom Theater Sapperlot in Lorsch, die eingesprungen war, weil wir in Mannheim keinen Spielort gefunden hatten. Und was sie leistete ist beispielhaft! Wir machten den relativ kurzen Weg aus Worms (19 km) in dreiundhalb Stunden, begleitet von Klaus und noch einmal von Ann-Marie und Fae (jetzt weiß ich auch, wie man die Hundedame schreibt!) - und wurden auf dem Marktplatz aufs herzlichste empfangen.
Hans Peter vom “Sapperlot” war da. Der Modeladen “Fashion & mehr” wartete mit Suppe und Kaffee, die Diakonie & Streetworker kamen, um uns zu begrüßen, es waren Betroffene da, die uns toll empfingen und der Bürgermeister Herr Jäger, der uns einen Scheck über 100.- Euro überreichte und veranlaßt hatte, daß die Sparkasseweitere 300.- Euro an die Diakonie spendete. Dazu die lokale Presse. Außerdem ein paar Stadträte und etliche Passanten. Was für einen Empfang!
Das Theater entpuppte sich als ein herrliches Kulturjuwel, es kamen 80 Zuschauer und spendeten 1.069,38 Euro - wohlgemerkt in der mit Abstand kleinsten Stadt unseres Laufes! Und der Gasthof Schillereck sponsterte mir ein großes, ruhiges Zimmer und auch für die Crew hatten man Schlafplätze bei Privatleuten besorgt.
Ich möchte Lorsch gerne als Beispiel dafür nehmen, wie es laufen kann, wenn engagierte Leute vor Ort sind. Ein Aufruf des Bürgermeisters, Medien, die im Vorfeld etwas ausführlicher berichten, ein engagiertes Club-Team vor Ort - und der Saal ist voll. Die Stiefel auch. Die Lorscher haben eindrucksvoll gezeigt, dass es sich für die Städte und die Wohnungslosenhilfe rechnet, auf unser Angebot einzugehen - und dass Bürgermeister sehr wohl etwas tun können, ob ihre Kassen nun voll oder leer sind. So hatte ich mir den Lauf gegen die Kälte vorgestellt. Danke Lorsch! Auf nach Heidelberg!
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16. Februar 2008
Liebe Freunde,
der Weg nach Worms war weit! Gedachte 40 Kilometer wurden zu tatsächlichen 48 Kilometern und zu gefühlten 120 Kilometern. Neben den Schienbeinschmerzen habe ich jetzt Blasen am rechten Fuß. Aber die Sonne schien und wir hatten Begleitung: Ann-Marie kam mit ihrer Hündin Fey bis zur Rheinfähre mit, 22 km lang. Vielen Dank! Den Rest machten Rainer, Thorsten, Dominik und ich allein. Wir kamen recht spät an und waren gewarnt: es würden wohl nicht viele kommen.
Heute der einzige kirchliche Spielort der Tour. Kenny, der uns schon in Bingen begleitet hatte, kam mit seiner Anlage den langen Weg aus Bad Kreuznach und spielte mit uns. Im Vorfeld ein Kuriosum: Ali, unser Techniker, mußte sich per Perso ausweisen, um das Haus betreten zu dürfen… Es waren tatsächlich nur 26 Zuschauer da. Leider.
Wenn man bedenkt, daß ein Aufruf des Bürgermeisters, die Veranstaltung zu besuchen, vermutlich genügt hätte, den Saal voll zu machen. Auch der Pfarrer ließ sich nicht blicken. Umso größer der Dank an die, die gekommen sind! Wir erhielten dann doch ganz ordentliche 340,92 Euro Spenden.
Vielen Dank auch an das Wormser Bündnis gegen Sozialabbau für die Unterstützung!
Weiter nach Lorsch…
Foto: Uwe Baatsch-Glaser
Zeichnung: Sascha Krause
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16. Februar 2008
Liebe Freunde,
viel zu spät kamen wir ins Bett, weil das Hostel in der Kaiserstrasse die Buchung des DGB verbummelt hatte und uns keine Zimmer geben wollte. Angeblich alles ausgebucht. Erst als ich drohte, sofort die Polizei zu rufen, weil sie mich ja wohl nicht mitten im Rotlichtviertel um Mitternacht mit meinem neunjährigen Jungen aussetzen könnten, waren plötzlich drei Zimmer frei - allerdings zum Messepreis - 360 Euro für drei Jugendherbergszimmer! Glücklicherweise klärte sich das Mißverständnis am nächsten Morgen und die Herberge wird mir das Geld zurückerstatten. Außerdem war uns Alis Rucksack aus dem offenen Auto geklaut worden.
Ich freute mich sehr darauf, gemeinsam mit meinem Sohn zu laufen, aber Luca hatte leider Bauchschmerzen, so liefen wir “nur” zu sechst: Torsten, Rainer, Marc, Matze, Krumpfy, René und ich - 36 Kilometer nach Darmstadt. Dort wartete schon Dominik, der einen Tag ausgesetzt hatte und das freundliche Schlosskeller-Team.
Sie waren ein bißchen skeptisch, was die erwartete Besucherzahl anging, wurden dann aber doch freudig überrascht durch etwa 90 Zuschauer, die den Saal gut füllten, vorwiegend Studenten, die 440,65 Euro spendeten.
Unsere Gäste waren Martin Sommer und Luise Enzian, die mit Gitarre und Harfe auftraten. Ich hatte eine Riesenspiellaune, so spielten wir unvernünftig lang und kamen erneut entsprechend spät ins Bett - morgen würde eine lange Strecke warten.
Fotos: (c) 2008 by Linn Marx
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16. Februar 2008
Liebe Freunde,
das war eine der härteren Etappen - 48 Kilometer bewältigten wir von Mainz nach Frankfurt. Wir trafen uns schon um 6.30 Uhr. Dominik, Rainer, Torsten und ich. Eine ewige Strecke am Main entlang, ungeheuer viel Industrie und - Höchst-sei-Dank - ein Riesenumweg um den streng bewachten Chemiekonzern herum. Das Wetter war uns gnädig, mein Schienbein pochte im Lauftakt mit. Ziemlich müde kamen wir in Frankfurt an.
Olaf Gruss vom DGB empfing uns mit der frohen Nachricht, daß der DGB uns nicht nur den Saal stellen, sondern auch unsere Unkosten übernehmen würde, wenn schon die Stadt dafür nichts tun wolle.
Im Foyer hatte die Diakonie einen Infostand aufgebaut, der Saal war für 150 Zuschauer bestuhlt, aber die lokale Presse und der Rundfunk hatten so gut wie gar nichts über den Lauf berichtet. Es kamen 50 Zuschauer, die K. W. Timm und Sven Panne und Luca und Strom & Wasser auf der Bühne erlebten - und zusammen 682,01 für die Frankfurter Wohnungslosen spendeten.
Weiter nach Darmstadt…
Fotos: (c) 2008 by Linn Marx
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16. Februar 2008

Liebe Freunde,
den Weg von Wiesbaden nach Mainz machten fast 20 Mitlaufende - darunter zwei Kinder und Professor Dr. Trabert, dessen Organisation “Armut & Gesundheit” uns schon die ganze Zeit phantastisch unterstützt! Wir liefen erst nachmittags los und bewältigten die vergleichsweise harmlose Strecke von 15 Kilometer in zweieinhalb Stunden. Prof. Trabert hatte mir auch eine neue Schmersalbe für mein Schienbein mitgebracht.
In Mainz gab es im Vorfeld etwas Schwierigkeiten mit der Tontechnik, die Ali jedoch meisterlich in den Griff bekam und so trudelten nach und nach aus Kiel mein Sohn Luca, meine Mutter, K.W. Timm aus Berlin und Meike Köster aus Braunschweig ein, bis sich der kleine Saal allmählich zu füllen begann und mit kanpp 120 Zuschauern dann bald sehr voll war.
Eine besondere Freude war, daß Proffessor Trabert Zeit gefunden hatte, sich das Konzert anzusehen. Wir zeigten, wie immer, seinen Film im Vorfeld, der eine gute Einführung ins Theama Wohnungslosigkeit gibt, starteten dann mit unserem Programm, mein absoluter Lieblingskünstler, mein Sohn Luca, sang mit uns und las dann ein Kapitel aus der unendlichen Geschichte vor, das gut zum Thema passte. Dann führte Meike Köster mit Folkmusik in die Pause und aus der Pause heraus K.W. Timm mit einer Mischung aus Wort- und Musikkabarett, bevor dann Dominik, Luca und ich das Konzert beendeten. Es war ein wunderschöner Abend, fand ich und die Mainzer gaben 812,67 Euro in die Stiefel.
1000 Dank auch an Linn Marx für die großartigen Fotos! Auf nach Frankfurt!

Fotos: (c) 2008 by Linn Marx
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16. Februar 2008
Liebe Freunde,
6.30 Uhr - der Weg von Ingelheim nach Wiesbaden gestaltete sich für mich sehr schmerzhaft. Vom ersten Meter an drängte sich das Schienbein in die zentrale Position und versuchte einen neuen Humpeltanz einzuführen. Wir mußten mehrfach Pause machen. Dafür zeigte sich Vater Rhein von seiner schönsten Seite. Ganz zuletzt gab ich auf und ließ mich die letzten zwei Kilometer durch die Stadt zum Hotel “Aachener Hof” fahren, das mir ein Zimmer sponsterte. Ich fürchtete, am Nachmittag nicht mehr auf der Bühne stehen zu können.
Eine Stunde später humpelte ich zum Schlachthof. Auch da: ein sehr netter Empfang! Bodo Wartke, der heute unser Gast sein sollte, wartete bereits. Ein herzliches Wiedersehen - ein leckeres Essen, dann ging es los. 160 Besucher kamen trotz des sonnigen Wetters und trotz der unpopulären Uhrzeit. Die Mädchengruppe ZORA und die Wiesbadener Teestube kamen mit Infoständen und etwas Essen für Jedermann. Wir spielten, Bodo spielte, dann wieder wir - es machte großen Spaß und wir sammelten 668,72 Euro. Wiesbaden machte einen wachen politischen Eindruck auf mich, zumindest von der Bevölkerung. Die Stadt hatte sich auf unsere Anfrage nicht gemeldet.
Am Abend dann leistete ich mir einen kleinen Luxus: ich fuhr mit Rebecca zurück nach Ingelheim, wo Bodo ein Konzert gab. Herrlich, einfach im Zuschauerraum zu sitzen und sich nach Herzenslust kaputtzulachen. Für ein gemütliches Beisammensein im Anschluß war ich aber zu müde.
Schließlich geht es morgen ohne Pause weiter.
Foto: (c) 2008 by Linn Marx
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16. Februar 2008
| In Porzheim mit dabei als special guests: Das Improvisationstheater "Imrpokokken": Ein Feuerwerk der Improvisation, Spontaneität und Spielfreude entsteht auf der Bühne. Alles ist absolut spontan und geschieht aus dem Augenblick, alles ist und bleibt absolut einmalig. Für die Improkokken ist das Improvisationstheater eine Zauberquelle, die niemals versiegt.
*live* Improkokken *live* am 18.02. um 20 Uhr Kupferdächle - Pforzheim
Herzlichen Dank! |
 www.improkokken.de |
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13. Februar 2008
Liebe Freunde,
der Tag begann mit einer Autofahrt (!) - Pressekonferenz bei Armut und Gesundheit - groß gedacht, aber (wieder mal!) war das Medieninteresse mäßig - lediglich die Mainzer Rhein-Zeitung und das Deutschlandradio waren gekommen. Nach einer Stunde fuhr ich zurück, gerade rechtzeitig. Wir hatten über 20 Mitlaufende, ein SWR-Team kam, um ein paar Bilder einzufangen. Ein wunderschöner Spaziergang erwartete uns und trotzdem mein Bein nicht besser war, glich es einem ganz gemütlichen Spaziergang.
In Ingelheim hatten wir dank Erwin Schwarz, der hier unermüdlich für unser Projekt arbeitete, eine breite Unterstützung - die Stadt UND der Landkreis finanzieren hier unsere Unkosten, dazu kamen ein paar private Sponsoren. Am Abend teilten das Liedermacher-Duo Bobby Stark Holland und Norbert Lange die Bühne mit uns, wir spielten ein langes, schönes Konzert, auch Conny & Sascha, die unermüdlich weiterorganisieren, kamen, sich das alles anschauen. Wir sammelten 656, 52 Euro bei etwa 110 Zuschauern. Glücklich ging ich gegen Mitternacht zur Ruhe.
Auf nach Wiesbaden!
PS: Nach etwa 450 Kilometern haben wir jetzt Halbzeit, und ich schließe eine positive Bilanz: natürlich könnten es mehr Zuschauer sein, natürlich haben uns die Medien für die Einmaligkeit dieses Projektes nicht genügend Aufmerksamkeit gespendet - aber dafür, daß ich hier ein so höchst unpopuläres Problem zum Gespräch bringe, ist es doch nicht schlecht! Rund eine Million Leute haben davon per Zeitung, TV, Radio oder Internet schon erfahren, alle, die kamen, kamen und gaben aus vollem Herzen. Meine Beine spielen noch mit, meine Stimme auch. Nur die Unkosten machen mir noch Sorgen, weil die überregionalen Spenden ausbleiben. Es wäre doch allzuschön, wenn wir alle Einnahmen des Abends ohne Abzug weitergeben könnten. Aber gut - mal sehen, was der zweite Teil bringt.
Fotos: Sascha Krause (links)
Kenny Legendre (rechts)
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13. Februar 2008
Wir danken den Stadtwerken Pforzheim für die freundliche Unterstützung des Lauf gegen die Kälte!
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