Bonn - 03.02.2008 - Pantheon
Dienstag, den 5. Februar 2008Liebe Freunde,
an dieser Stelle muß ich mich bei Stephan und Lars entschuldigen und stellvertretend bei einigen anderen. Als ich um 3 Uhr 30 noch halb im Tiefschlaf aus der Musikerwohnung des Underground schritt und mich umsah, waren da nur torkelnde Karnevalsjecken. Ich lief zum Wagen, um mich für die Kälte umzuziehen und uns fiel wirklich nicht ein, nochmal zurück zum Underground zu gehen, und rundum zu schauen, ob da möglicherweise ein paar Menschen sein könnten, die mitlaufen wollen - tut uns sehr leid! Ihr habt umsonst gewartet.
Der Weg am Rhein entlang war wunderschön und sehr kalt. In Köln selbst glich er so einer Art Hindernislauf um torkelnde Lustigkeiten, knutschende Pärchen und unappetittliche Essensreste - aber dann, nach einigen Stunden, stand die Mondsichel in einem rosablauen Himmel und gegenüber der Abendstern - ein Kinderbuchbild, das besänftigend auf die ganze Landschaft wirkte. Wir durchliefen die riesigen Raffenerien von Shell und kamen dann nach neun Stunden in Bonn an. Knappe 40 Kilometer lagen hinter uns.
Auch Bonn im Karneval - nachmittags - mal sehen. War sehr unberechenbar. Lustig war: wir spielten im Pantheon, ein Ort, in dem ich vor 15 Jahren während meiner Obdachlosigkeit sehr oft war, weil ich umsonst in die Wochenenddisko durfte. Und dann war ich auch noch im Hotel Aigner untergebracht (das so freundlich war, mir ein Zimmer zu sponsern), wo ich damals nach zwei bereits im Freien verbrachten Nächsten mein letztes Geld für ein Zimmer ausgab, bevor ich endgültig in die Obdachlosigkeit abrutschte.
Auch Bonn war toll, um es gleich zu sagen: rund 200 Zuschauer spendeten 1.115.- Euro! Großartig! Was für ein Wochenende! Danke Rheinland - trotz Karneval! Und Danke Götz!
Und nun weiter in Richtung Koblenz.


